Wird ein Arbeitnehmer in einem Privathaushalt als Haushaltshilfe, Gärtner oder ähnliches beschäftigt, so gelten ebenfalls die Regeln des Mindestlohngesetzes.

Der Mindestlohn ist seit dem 1. Januar 2015 Gesetz. Er gilt flächendeckend und auch für Arbeitnehmer in Privathaushalten. Beim Nachweis, ob der der Mindestlohn auch tatsächlich gezahlt wird, gibt es für Privathaushalte aber Erleichterungen.

Keine Aufzeichnungspflicht hinsichtlich der Arbeitszeiten

Arbeitgeber müssen keine laufenden Arbeitsaufzeichnungen vornehmen. Das gilt sowohl für Minijobs als auch für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Bei Beschäftigten in Privathaushalten reicht zum Nachweis für den Mindestlohn der Arbeitsvertrag aus.

Nachweis über die Arbeitsbedingungen

Wenn kein schriftlicher Arbeitsvertrag im Privathaushalt geschlossen wurde, so muss der Arbeitgeber dem Beschäftigten einen unterschriebenen Nachweis über die Arbeitsbedingungen ausstellen. Das muss innerhalb eines Monats nach Beginn der Tätigkeit geschehen sein. Im diesem Nachweis müssen die folgenden Angaben enthalten sein:

- Name und Anschrift der Vertragsparteien
- Beginn der Tätigkeit
- bei befristeten Arbeitsverhältnissen: die voraussichtliche Dauer
- Arbeitsort
- Art der Tätigkeit
- Höhe und Fälligkeit des Arbeitsentgelts einschließlich der Zulagen
- Arbeitszeit
- Dauer des Urlaubs
- Kündigungsfristen.

Werden diese Regelungen nicht eingehalten, so droht ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann.