Pro Mindestlohn

Die EU hat 28 Mitgliedsstaaten. 21 davon haben gesetzliche Mindestlöhne. Deutschland bisher nicht. Die Befürworter eines gesetzlichen Mindestlohns führen nachfolgende Argumente an.

Lohnarmut: Durch einen Mindestlohn soll erreicht werden, dass jeder von seiner Arbeit leben kann und nicht zusätzlich auf staatliche Sozialleistungen angewiesen ist.

Altersarmut: Wer heute Niedriglöhne erhält, wird in späteren Jahren zu den Menschen zählen, die in Altersarmut leben müssen.

Entlastung der Steuerzahler: Die Unternehmen sollen ein Einkommen zahlen, das den Lebensunterhalt der Menschen sicherstellen kann, die für sie arbeiten. Existenzsicherung bei Arbeit ist nicht Aufgabe der Allgemeinheit.

Unfaire Wettbewerbsvorteile: Die Unternehmen, die Niedriglöhne zahlen, machen Wettbewerb auf Kosten der Arbeitnehmer.

Gleichberechtigung: Frauen sind besonders von Niedriglöhnen betroffen. Sie werden durch einen Mindestlohn geschützt.

Gerechtigkeit: Jeder Arbeitnehmer erhält eine dem Wert seiner Arbeit angemessene Entlohnung.

Wirtschaft: Durch mehr Kaufkraft der Arbeitnehmer wird die Konjunktur angeschoben.

Klarheit: Durch eindeutige Regeln zur Lohnhöhe wird Rechtssicherheit für die Arbeitnehmer geschaffen.